Der richtige Sonnenschutz im Wintergarten Teil 1

Kategorie: Allgemein, Pflegetipps


B27_Foto2Der Wintergarten ist für viele ein Ort zum Entspannen und Wohlfühlen! Hier wird mit Freunden zusammen gesessen und mit der Familie relaxt. Mit dem Bau und der Einrichtung des Wintergartens ist es allerdings nicht getan. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) aus dem Jahr 2009 regelt mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) die Höchstgrenze für den Wärmeverlust und gibt klare Vorgaben für die richtige Belüftung.

Ausnahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Verordnung ist nicht für alle Wintergärten gültig. Ausnahmen sind hier Wintergärten die eine Nutzfläche unter 15 m² haben und wenn der Wintergarten als Wohnraum nicht mehr als vier Monate genutzt wird. Auch wenn er im Winter nicht über 12°C beheizt wird, weil beispielsweise Pflanzen zum Überwintern gelagert werden, greift die Energieeinsparverordnung nicht.

Die Ausnahmen der Verordnung auf einen Blick:

  • Der Wintergarten ist kleiner als 15 m².
  • Der Wintergarten wird nicht mehr als vier Monate genutzt.
  • Im Winter wird nicht geheizt und die Temperatur ist nicht höher als 12°C.

Das Wichtigste aus dem EEWärmeG

Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz gilt für alle Wohngebäude und die gesamte Anlagetechnik in Gebäuden. Die Verordnung ist für Bauherren verpflichtend, so soll erreicht werden, dass neue Energiesparkonzepte in der Planung berücksichtigt werden. Das Gesetz bietet zudem die Chance, Energie und Kosten zu sparen. Zu den erneuerbaren Energien gehören die Solartechnik, die Geothermie, die Nutzung von Biomasse, die Abwärmenutzung und die Wärmepumpentechnik. Der Wärmeverlust an Gebäuden und deren Anbauten muss unter dem Wert 0,4 W/(m²K) liegen, um die Kriterien zu erfüllen. Da der Wintergarten eine große Fensterfront hat müssen entsprechende Dämmmaßnahmen und Dichtigkeitsmaßnahmen an den Fenstern und Türen vorgenommen werden. Auch die Nutzung moderner Anlagen und Technologien ist eine grundsätzliche Maßnahme.

Das Wichtigste aus dem Gesetz auf einen Blick:

  • Das Gesetz ist für alle Bauherren verpflichtend.
  • Es bietet die Möglichkeit der Kosten- und Energieeinsparung.
  • Die Anforderungen müssen beim Bau eines Hauses oder Wintergartens berücksichtigt werden.
  • Es sollen erneuerbare Energien genutzt werden.
  • Erneuerbare Energien sind die Solartechnik, die Wärmepumpentechnik, die Nutzung von Biomasse und Abwärme und die Geothermie.
  • Der Wärmeverlust darf nicht höher als 0,4W/(m²K) sein.

Maßnahmen zum optimalen Wärmeschutz

Ein hoher Energieverlust über die Fensterfront muss laut dem Gesetz weitestgehend verhindert werden. Als Maßnahmen können Isolierglasfenster oder Stegplatten auf dem Dach genutzt werden.

Isolierglas

Isolierglasfenster sind Fenster mit zwei Glasscheiben, die miteinander verbunden sind. Der Abstandhalter der sich in der Mitte der Scheibe befindet, ist mit einem Mittel zur Trockenhaltung der Scheiben versehen. Die Hohlräume sind mit einem Edelgas gefüllt um einen Wärmeverlust über die Scheiben zu verhindern. Generell gilt bei Isolierglas, je größer der Zwischenraum zwischen den Scheiben ist, umso höher ist die Wärmedämmung.

Stegplatten

Sie sind nur für sogenannte „Kaltdächer“ geeignet, also für nicht beheizte Wintergärten. Sie werden vor allem auf dem Dach eingesetzt. Stegplatten sind leichter als Glas zu reinigen und kostengünstiger, da weniger Material verbaut werden muss. Ein großer Nachteil ist allerdings die Dampfdurchlässigkeit, weshalb sie eine gewisse Dachneigung benötigen um das Kondenswasser abzutransportieren. Stegplatten lassen Tageslicht in den Raum, verhindern aber eine gute Sicht nach draußen.

Anforderungen an den Sonnenschutz

Um ein Aufheizen des Wintergartens zu verhindern müssen passende Sonnenschutzsysteme genutzt werden. Die Verordnung gibt zudem vor, dass die Temperatur nicht über ein kritisches Maß hinaus ansteigen darf. Es muss eine geeignete Beschattung und Belüftung erfolgen, um die Anforderungen zu erfüllen. Die Belüftung und die Regulierung der Temperatur sollten über eine Steuerung erfolgen, damit der Hitzeschutz auch bei Abwesenheit geregelt wird.

Solaranlagen

Wintergärten sind als Solarnutzfläche optimal geeignet, da so die überschüssige Wärme genutzt werden kann. Bei Sonneneinstrahlung heizt sich das Glas schnell auf und führt zu hohen Temperaturen im Wintergarten. Diese Wärme kann mit einer Solaranlage genutzt werden und als „Latentwärme“ gespeichert werden. So kann das Auskühlen über Nacht verhindert werden. Da es für die Einspeisung von Solarstrom noch stattliche Vergünstigungen gibt, ist auch dieser Punkt eine Überlegung wert.

Sonnenschutzglas

Inzwischen ist eine große Auswahl an Sonnenschutzglas erhältlich. Sie absorbieren einen Großteil der Sonnenstrahlen und verhindern so ein Aufheizen des Wintergartens. Nachteilig ist allerdings, dass die Energiegewinnung aus der Sonnenstrahlung behindert wird. Sonnenschutzglas ist daher nur für das Dach geeignet und es sollte vorher überlegt werden, ob eine Solaranlage eingebaut werden soll.

Die Beschattung des Wintergartens

Laut der Verordnung muss auch für eine passende Beschattung gesorgt werden. Als Sonnenschutz und Sichtschutz können außenliegende, innenliegende oder raumseitig innenliegende Sonnenschutzsysteme verwendet werden. Mehr dazu erfahren Sie im zweiten Teil.



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