Gesundheit in den eigenen vier Wänden Teil 3

Kategorie: Pflegetipps, Plissee


A22_Foto2In den ersten beiden Teilen (Teil 1 & Teil 2) haben Sie Informationen über Schadstoffe und deren Auswirkungen auf die Gesundheit bekommen. Zudem haben Sie erfahren, warum besonders Kinder für solche Schädigungen empfänglich sind. Im dritten Teil bekommen Sie Tipps, wie Sie solche gesundheitlichen Probleme vermeiden können und Sie erfahren, warum gerade Plissees für ein gesundes Raumklima sorgen können.

Schadstoffe vermeiden

Ökologische Möbel

Die meisten Möbel sind mit Formaldehyd behandelt, ebenso viele andere Gegenstände. Um sich vor den Ausdünstungen zu schützen, können Sie einiges tun. Am besten kaufen Sie Möbel, die ohne solche Chemikalien behandelt sind. Diese ökologischen Möbel sind mit dem Blauen Engel gekennzeichnet, aber auch das FSC-Gütesiegel und das ÖkoControl-Siegel stehen für schadstofffreie Möbel. Das Holz darf dabei nicht mit Formaldehyd oder anderen Holzschutzmitteln behandelt worden sein. Außerdem muss es aus kontrolliert ökologischem und nachwachsenden Rohstoffen stammen. Eine Alternative zu Ökomöbeln sind Massivholzmöbel. Sie zählen ebenfalls zu den Ökomöbeln, da sie nicht mit giftigen, chemischen Stoffen behandelt werden. Diese Möbel können aktiv dabei helfen, ein gesundes Raumklima herzustellen. Sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie bei Bedarf auch wieder ab. Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Auf Ökolabel, wie den Blauen Engel, das ÖkoControl-Zeichen oder das FSC-Zeichen achten
  • Massivholzmöbel sind meist unbehandelt und sorgen aktiv für eine gesunde Raumluft
  • Im Möbelhaus oder Baumarkt nach ökologischen Möbeln erkundigen

Konventionelle Möbel

Sie sind in den meisten Fällen mit Holzschutzmitteln und Formaldehyd behandelt und stellen besonders für Allergiker, Kinder und empfindliche Menschen ein gesundheitliches Problem dar. Um die Ausgasung von Formaldehyd zu verhindern, können Sie alle Kanten der Möbel umleimen, mit einem lösemittelfreien Umleimer. Alle Flächen und Kanten können mit Schelllack versiegelt werden, er ist ungiftig und kann die Ausgasung verhindern. Bei der Versiegelung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass alle Ecken und Flächen gründlich bepinselt werden. Offene Bohrlöcher in Spanplatten verstopfen Sie am besten mit Silikon. Wenn Sie Pflanzen mögen, können Sie mit dem Baumfreund oder Chrysanthemen für eine gesunde Raumluft sorgen. Außerdem helfen eine geringe Luftfeuchtigkeit, von etwa 40 Prozent, und eine relativ niedrige Raumtemperatur, die Ausgasung von Formaldehyd zu verhindern. Die möglichen Maßnahmen auf einen Blick sind:

  • alle Kanten und Flächen mit Schelllack versiegeln
  • Kanten mit einem lösemittelfreien Umleimer versiegeln
  • offene Bohrlöcher mit Silikon verstopfen
  • Pflanzen, wie Chrysanthemen, Echte Aloe und die Grünlilie, nehmen solche Luftschadstoffe auf
  • eine niedrige Raumtemperatur (ca. 18 °C)
  • eine geringe Luftfeuchtigkeit (ca. 40 Prozent)

Gesunde Baustoffe

Baustoffe können die Gesundheit ebenfalls beeinträchtigen, deshalb sollten Sie auch hier auf Alternativen zu konventionellen Stoffen suchen. Spanplatten und OSB-Platten sind eine gute Alternative zu behandeltem Holz. Auch Leimholzplatten, Gipsfaserplatten, Lehmbauplatten und Hartfaserplatten sind eine gesunde Variante. Zum Dämmen eignen sich Zellulose und Holzfaserdämmplatten.

Richtiges Heizen und Lüften

Lüften und Heizen sind besonders in Neubauten wichtig, um Schimmel und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Moderne Dämmstoffe verhindern die Luftzirkulation zwischen dem Innenraum und Außenluft deutlich, da sie sogenannte Kältebrücken ausschalten.

Richtig Heizen

  • Die optimale Raumtemperatur für Wohnräume liegt bei 18- 20 °C.
  • Schlafräume haben bei 16- 18 °C die optimale Temperatur.
  • Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 50 Prozent liegen.
  • In der Heizperiode sollten Räume nie ganz auskühlen, ein wenig heizen spart Energie und verhindert Schimmel.
  • Zum Lüften immer die Heizung ausdrehen.
  • Überheizte Räume kosten viel Geld und Energie, zudem wird die Luft schnell trocken.

Richtig Lüften

  • Zwei bis dreimal am Tag für 5- 10 Minuten Stoßlüften oder besser Querlüften, auch bei Regen.
  • Bei niedrigen Temperaturen genügen wenige Minuten zum Lüften.
  • Gekippte Fenster sollten Sie unbedingt vermeiden, die Luft zirkuliert schlecht und der Raum kühlt unnötig aus.
  • Nach dem Kochen, Baden oder Duschen die Räume sofort lüften, noch bevor die Tür geöffnet wird.
  • Wenn mit Gas gekocht wird, sollten Sie unbedingt während des Kochens lüften.

Weitere Tipps für eine gesunde Raumluft

  1. Wischen Sie regelmäßig Staub, bei Allergien sollten Sie nicht selbst wischen.
  2. Benutzen Sie nur wenige Reinigungsmittel, umweltverträgliche Mittel sind empfehlenswert.
  3. Dosieren Sie Reinigungsmittel, Waschmittel und Spülmittel genau, das schon die Umwelt und die Gesundheit.
  4. Wischen Sie Staub und den Fußboden feucht, das Verhindert eine Aufwirbelung von Staub.
  5. Entfernen Sie Lebensmittelreste sofort, sie sind ein idealer Nährboden für Schimmelpilze.
  6. Vermeiden Sie Desinfektionsmittel zu Hause, sie sind in der Regel überflüssig und belasten die Gesundheit und die Umwelt nur unnötig.
  7. Plissees aus Naturstoffen, wie Bambus oder Baumwolle, wirken sich positiv auf die Gesundheit aus.
  8. Bei Allergien gegen Hausstaub ist das allergikerfreundliche Plissee eine echte Wohltat.
  9. Plissees, Rollos und Gardinen sollten Sie regelmäßig entstauben und reinigen.
  10. Plissees mit einer antistatischen Beschichtung verhindern die Staubbildung zu einem großen Teil.

 



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