Markisen – der perfekte Sonnenschutz für Terrassen und Balkone Teil 2

Kategorie: Allgemein, Markisen


B29Im ersten Teil haben Sie erfahren, welche Markisen es gibt und wie sie sich voneinander unterscheiden. Im zweiten Teil lesen Sie, was die Gelenkarmmarkise so besonders macht und welche verschiedenen Ausführungen es gibt. Außerdem erfahren Sie, aus welchen Materialien Markisentücher bestehen können und welche Vor- und Nachteile Markisen haben. Am Schluss bekommen Sie Tipps für die Auswahl der richtigen Markise.

Besonders vielfältig – die Gelenkarmmarkise

Die Gelenkarmmarkise gibt es in mehreren Varianten, dies sind die Kassetten-Markisen, die halbgeschlossene und offenen Gelenkarmmarkisen und die Seitenmarkisen.

Die halbgeschlossene Markise

Diese Markisen gehören zu den Gelenkarmmarkisen und das Markisentuch hat an der unteren Seite einen Volant. Wird die halbgeschlossene Markise ausgefahren, ist an der Kante noch ein zusätzliches Tuch, der Volant, angebracht, was als zusätzlicher Sonnenschutz dient. Sie eignet sich besonders für Balkone und Terrassen und kann an der Decke oder an der Wand montiert werden. Die Gelenkarme und das Tuch werden vom Regendach geschützt.

Die offene Markise

Auch diese Markise ist für den Einsatz auf Terrassen und Balkonen bestens geeignet. Sie lässt sich ebenfalls an der Decke, an der Wand und am Dachsparren montieren. Einige Modelle können zusätzlich im Neigungswinkel verändert werden, so wird der Sonnenschutz noch optimiert. Mit einem regentauglichen Stoff bietet auch diese Markise einen guten Regenschutz.

Kassettenmarkisen

Halboffene und offene Markisen können zum Schutz der Gelenkarme und des Tuchs mit einer Kassette ausgestattet sein. Wird die Markise eingefahren, werden diese Teile in einer Kassette geschützt und haben so eine längere Lebensdauer. Ein anderer Name für die Kassettenmarkise ist die Bezeichnung Hülsenmarkise.

Die Vor- und Nachteile der Gelenkarmmarkisen

Diese Markisen werden am häufigsten verwendet und es gibt eine große Auswahl an unterschiedlichen Modellen und Farbvarianten. Sie sind ein High-Tech-Produkt und können per Hand, über einen eingebauten Wandschalter oder per Fernbedienung bedient werden. Die Gelenkarmmarkise kann einen großen Bereich beschatten und ist deshalb für großzügige Terrassen geeignet. Je nach Größe der Markise ist sie mit zwei oder mehr Gelenkarmen ausgestattet. Diese bestehen in der Regel aus Aluminium, um die gesamte Konstruktion nicht zu schwer zu machen. Große Markisen werden meist mit einem kleinen elektrischen Motor betrieben, kleine Modelle können auch über eine Kurbel bedient werden. Sie sorgt bei Wohnhäusern, Büro- und Geschäftsräumen zudem für eine Wertsteigerung.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Markisen bieten mehreren Menschen einen schattigen und kühlen Platz.
  • Sie kann bei Bedarf schnell ein- oder ausgerollt werden.
  • Sie wird in der Fassade fest montiert und kann jederzeit genutzt werden.
  • Eine ausgefahrene Markise schützt Räume vor Sonnenlicht, ein Aufheizen kann verhindert werden.
  • Markisen mit einem wetterfesten Tuch sind ein ideales Regendach.
  • Gartenmöbel verschmutzen nicht so schnell, wenn sie unter einer Markise stehen.
  • Sie sind leicht zu bedienen.
  • Sie können eine große Terrasse beschatten.
  • Farblich passende Markisen erhöhen den Wert einer Immobilie.

Markisen haben auch Nachteile, dies sind:

  • Die Anschaffung ist kostspielig.
  • Sie muss fachgerecht montiert werden, da es sonst zu schweren Unfällen kommen kann.
  • Bei starkem Wind müssen Markisen eingerollt werden.
  • Sie bieten einen eher geringen Sichtschutz.
  • Markisentücher, die Feuchtigkeit nicht vertragen, müssen vor Regen und Feuchtigkeit geschützt werden.

Materialien für Markisentücher

Das Tuch einer Markise kann aus verschiedenen Stoffen hergestellt werden. Als Material werden Acryl, PCV und Polyester verwendet.

Acryl

Acryl ist lichtecht und findet vor allem bei Gelenkarmmarkisen und Wintergartenmarkisen Anwendung. Der Stoff ist wenig schmutzabweisend und wetterfest.

Polyester

Sie benötigen einen extra Schutz gegen UV-Strahlen, was mit einer speziellen Beschichtung erreicht wird. Polyester ist reißfester und leichter, weshalb es eine höhere Festigkeit als Acryl-Fasern hat.

PCV

Markisen mit einer PCV-Beschichtung bestehen aus Polyester. Das PVC macht den Stoff besonders witterungsfest und garantiert so eine lange Lebensdauer. Regenfeste Markisentücher werden deshalb mit PVC beschichtet.

Darauf sollten Sie bei der Wahl der Markise achten

Wenn Sie sich eine Markise kaufen möchten, sollten Sie unbedingt auf die Wind- und Wetterbedingungen achten. Markisen müssen bei starkem Wind eingefahren werden, da sie sonst aus der Verankerung gerissen werden können. Um die Windbeständigkeit einschätzen zu können, bieten die Windklassen eine gute Orientierung. Es gibt vier Windklassen, dies sind die Klassen 0, 1,2 und 3. Eine Markise mit der Windklasse 0 sollte nicht bei Wind ausgefahren werden. Windklasse 1 steht für eine Belastung bis zu Windstärke 4, dies ist ein leichtes Lüftchen. Bei dieser Windstärke bewegen sich dünne Äste oder getrocknetes Laub. Windklasse 2 steht für eine Windbelastung bis Windstärke 5. Hier bewegen sich Sträucher und kleine Bäume im Wind. Windklasse 3 ist besonders belastbar, starker Wind, der an Fahnenmasten heulende oder pfeifende Geräusche hörbar macht, entspricht dieser Windstärke.

Die Wand, an der die Markise montiert werden soll, muss die Last aushalten können. Bei alten Gebäuden sollten Sie daher unbedingt die Statik prüfen lassen.

Lassen Sie die Markise immer von einem Fachbetrieb anbauen, dann haben Sie im Ernstfall Garantieansprüche.



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